Der Hufbearbeiter wird zu nächst den Grund dafür am Huf suchen und ggf. etwas finden wie z.B. eine vermeintlich zu dünne Sohle, der Osteopath findet sowieso immer was, diesmal am Kreuz-Darmbein und der Tierarzt braucht jetzt bitte eine Szintigraphie, ein Röntgen und spritzt prophylaktisch Kortison. Und der Homöpath wird erst gar nicht zu Rate gezogen, weil der bei Lahmheiten nichts machen kann.  Ach und übrigens, keiner spricht mit dem anderen -das ist sehr schade.

Aber warum ist das so? Meistens hat der Homöopath zu viel Respekt vor dem Tierarzt oder findet sowieso alle Tierärzte blöd(das beruht meistens auf Gegenseitigkeit), der Tierarzt hat wenig Ahnung von Hufen und würde grundsätzlich immer dem Schmied zustimmen, nicht aber dem Hufpfleger und was der Osteopath so sieht und macht, dafür gibt es ohnehin kaum Beweise. Hätten alle miteinander gesprochen, wären Sie vielleicht auf die Ursache gekommen – vielleicht. Hätte der Hufbearbeiter genauer hingesehen und das nötige Wissen gehabt, hätte er gesehen, dass es im Hufbeinträger(der weißen Linie) zu Einblutungen gekommen ist und sich Plasma im Hufbeinträger zeigt. Hätte er mit dem Tierarzt gesprochen, hätte der ggf. auch auf Grund des Futterzustandes des Pferdes auf eine chronische Rehe getippt. Er hätte einen Homöpathen hinzugezogen und mit ihr zusammen ein Konzept zur Verbesserung des Stoffwechsels und der Entgiftungsproblematik erstellt und gemeinsam hätten sie die Tierhalterin darauf hingewiesen, dass das Pferd einfach viel zu dick ist und das schon über einen sehr langen Zeitraum.

Zusammen mit dem Futterexperten wäre die ideale Futterzusammenstellung erarbeitet worden und das Pferd wäre gesund und munter nach einiger Zeit von Dannen gezogen. Das ist aber leider nicht passiert. Stattdessen erhielt das Pferd Kortison, was einen akuten Reheschub auslöste, der Schmied beschlug das Pferd dann mit Keilen unter den Eisen. Das Pferd hatte weiterhin große Schmerzen und konnte nicht mehr laufen und natürlich auch nicht mehr geritten werden.